Die
Bengalkatze lebt im Südosten Asiens. Sie ist von Indonesien
bis Nepal anzutreffen. Sie ist ein Vertreter der Kleinkatzen. Ihr Fell
ist braun-gelblich mit dunklen Tupfen und Rosetten.Sie wiegt zwischen 3 und 7kg und erreicht eine Länge von 70 bis 120cm.
Sie lebt in Regenwäldern, Halbwüsten und Bergregionen bis unterhalb der Schneegrenze. Selbst in Kulturlandschaften ist sie vereinzelt anzutreffen.
Die Bengalkatze liebt das Wasser und ist ein guter Schwimmer. Es sind hauptsächlich nachtaktive Tiere, die sich von Reptilien, Vögeln, Fischen und Kleinsäugern ernähren. Die "prionailurus bengalensis" ist ein wildes Raubtier, das nicht zu domestizieren ist, jedoch kommt es auch im natürlichen Lebensraum gelegentlich zu Verpaarungen zwischen Bengalkatzen und Hauskatzen.
Die Bengal
Die Bengal
ist
eine Hybridrasse. Das heisst, ihre Vorfahren waren zum Einen Raubkatze
- s.o. - , zum Anderen Haus- bzw. Rassekatzen. In den 60er-Jahren
begann die Amerikanerin Jean Mill mit Kreuzungsversuchen zwischen Haus-
und Bengalkatzen. Ihr Ziel bestand darin, eine zu domestizierende,
zahme Katze zu züchten, die vom Wesen her einer Hauskatze und vom
Fell her einem "kleinen Leoparden" glich.Das die Kreuzungsversuche überhaupt von Erfolg gekrönt waren, begründet sich in der Tatsache, daß beide Katzenarten 38 Chromosome besitzen.
Die ersten männlichen Nachkommen dieser Kreuzung waren jedoch steril und es konnte nur mit den weiblichen Tieren weiter gezüchtet werden.
Im Laufe der Zeit wurden noch andere Rassen wie z.B. Abessinier und Ägyptisch Mau eingekreuzt.
Nach ein paar Generationen waren alle Nachkommen potent und die weitere Zucht ergab die seit 1983 anerkannte Rasse der Bengal.
Kurzer Rassestandard:
| Kopf: | Keilförmig und breit mit runden Konturen. Länger als breit. Im Verhältnis zum Körper wirkt er klein. Aber nicht übertrieben. |
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| Ohren: | Mittelgroß bis klein, abgerundet |
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| Augen: | Oval bis rund. Farbe: Gelb
bis Grün. bei seal-lynx: Blau; bei Mink und Sepia: aquamarine bis grünlich |
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| Körper: | Mittelgroß, muskulös. Geschmeidig mit wildkatzenartiger Ausstrahlung. | |
| Beine: | Mittellang mit großen runden Pfoten. | |
| Schwanz: | Kurz bis mittellang, in Proportion zum Körper. | |
| Fell: | Die Textur ist dicht, üppig und außergewöhnlich weich. | |
| Zeichnung: |
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Die Farbe "black-spotted-tabby" ist wohl die Bekanntere, es gibt aber auch "black-marbled-tabby". -s.u.-
Es gibt noch mehr Varietäten, wie z.B. die
sogenannten Snow-Bengalen welche eine weiße bis cremefarbene
Grundfarbe haben
mit brauner bis rostfarbener Zeichnung in "spotted" oder "marbled". Die
Farben nennen sich: "seal-mink", "seal-sepia" oder "seal-lynx". ALLE
Snow-Bengalen sind Point -Katzen!
Die neueste Varietät der Bengalen ist "Silber".
Ebenfals in "spotted" oder "marbled".
Die "Silber-Bengalen" sind in Deutschland sehr rar.
Fehler in Fell, Zeichnung oder Körperbau:
- orientalische Kopfform
- Streifen am ganzen Körper
- langes oder hartes Fell
Die Bengal hat ein freundliches, sehr temperamentvolles Wesen. Sie
ist
anhänglich und verschmust.
Viele Bengalen sind recht "redselig" und die Kätzin kann
während der Rolligkeit ihre "Wünsche" ziemlich lautstark zum
Ausdruck bringen.
Sie ist gut mit anderen Katzen zu vergesellschaften, jedoch MUSS die
andere Katze auch viel Temperament besitzen!!
Bengalen sind eben wunderschöne "Stubenleoparden" mit sanftem Wesen. Echte Schätze!
Haltung und Pflege
"Bengalen sind wilde Katzen, die sich nicht in der Wohnung halten lassen!!"
!!Diese Aussage ist absolut NICHT wahr!!
Frühe Generationen der Bengalkatzen waren, zugegebener Maßen, nicht geeignet für die Wohnungshaltung. Es waren F1 oder F2 (Foundationcats -Eltern bzw. Großeltern sind ALC-) Katzen. Die heutige Bengal ist so viele Generationen von der ALC entfernt, dass ÜBERHAUPT kein Problem besteht sie wie jede andere Rassekatze zu halten. Auch Kinder und Hunde sind prima Spielgefährten für die Bengalkatzen.
Bei der Haltung sollte man wissen, dass Bengalen für ihr Leben gerne toben und spielen.
Teure Glas, -oder Porzellanfiguren, Vasen o.Ä., sollte man
außer Reichweite ihrer "Rennbahn" vielleicht besser in einer
Vitrine unterbringen. :-)
Die Bengalen sind sehr gute Springer, der deckenhohe Kratzbaum wird oft
in 2 Sprüngen "erklommen". Sie lieben die Höhe und bevorzugen
hochgelegene Aussichtspunkte.
Sie können bis zur Erschöpfung einen Federwedel, oder
ähnliches, "jagen und erlegen".
Eine etwas grössere Schüssel mit Wasser und einem z.B.
kleinen schwimmenden Bällchen ist für die Bengal ein klasse
Spielzeug.
Auch liegt sie gerne in der Sonne und läßt sich "braten".
Ein gesicherter Freilauf ist natürlich das Non-Plus-Ultra. Im
Garten oder auf dem Balkon nach "UFOs" (unbekannte, fliegende
Objekte) zu jagen und Vögel zu beobachten macht ihr großen
Spaß.
Bengalen sollten auf Dauer nicht alleine gehalten werden. Werden sie
ständig für mehrere Stunden alleine gelassen, lassen sie sich
aus Langeweile viel Blödsinn einfallen, was ihren Besitzern
bestimmt nicht gefallen wird.
Kann man sich nicht täglich genug um sie kümmern,
verkümmert die Bengal in ihrer geistigen Entwicklung.
Bei der Ernährung der Bengal ist auf nichts besonderes zu achten.
Sie frisst Trocken- und Naßfutter. Über ein paar
Stückchen rohes Fleisch (Geflügel, Rind, Lamm etc.) freuen
sich die meisten Bengalen sehr.
Bei korrekter Zucht und Haltung ist die Bengalkatze eine ausgeglichene,
schmusige und menschenbezogene Vertreterin ihrer Art.
Die Bengalkatze bedarf im allgemeinen keiner "besonderen" Pflege.
Es ist durchaus ausreichend sie 1x pro Woche mit einer Bürste
oder Kamm zu kämmen. Ihr kurzes, überaus weiches Fell besitzt
keine Unterwolle und neigt absolut nicht zum Verfilzen. (Beim
Fellwechsel im Frühjahr und Herbst am besten täglich
kämmen, somit sind die abgestorbenen Haare schnellstens entfernt.)
Da potente Kater machmal etwas zu fettigem Fell neigen ist es ratsam
sie ggf. vor einer Ausstellung zu baden, was aber kein großes
Problem darstellt, da die Bengalen Wasser sehr gerne mögen.
Reibt man die Bengal mit einem feuchten Ledertuch ab, läßt
das wunderbar ihren golden Glitter strahlen.
Natürlich sollte man in regelmäßigen Abständen
Augen, Nase, Ohren und Gebiß kontrollieren und bei Bedarf
vorsichtig reinigen.
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Warum eine marbled Katze??
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Wenn man von Bengalkatzen spricht, stellen sich die meisten Leute
fast immer eine "spotted" sprich gepunktete Katze vor.
Viele wissen gar nicht, daß es die Bengal auch in einer anderen,
nicht weniger attraktiven Zeichnung gibt:
--marbled.
Was ist marbled? (engl., übersetzt: marmoriert)
Die
marbled
Zeichnung erinnert im ersten Moment an eine normale "bloched"
Zeichnung, auch "classic-tabby" genannt.
Jedoch ist bei einer marbled Zeichnung das typische "bulls eye" an den
Flanken nicht gerne gewünscht. Die Katze sollte, wenn sie
gestreckt wird, eine horizontale, fließende Zeichnung haben.
Woher kommt das marbled?
Das Gen, welches für die marbled Zeichnung verantwortlich ist,
ist ein mutiertes tabby Gen.
Auch in der freien Wildbahn kommt es bei z.B. "Königsgeparden"
vor. (s. Bilder oben).
Es gibt auch andere Wild- bzw. Raubkatzen mit ähnlichen Zeichnungen. Man denke nur an Ozelot oder auch Nebelparder.
ALCs gibt es nicht in marbled, daher ist für manche Leute nur eine spotted Bengal eine "RICHTIGE" Bengal.
Wir sehen das anders.
Wir sind froh, dass teilweise unserer Zuchttiere das marbled Gen
tragen und auch an einige ihrer Kitten weiter geben.
Zudem gibt ein Elterntier welches marbled gezeichnet ist, sehr guten
Kontrast an die Kitten weiter.
Nicht selten kommen potenzielle Kittenkäufer um sich ein
spotted Kitten anzuschauen; und wenn sie zum ersten Mal eine marbled
Bengal sehen, bekommen sie große Augen und fragen: "Was ist das
für eine super gezeichnete Katze? Auch Bengal?"
"So eine möchte ich..."
Wir möchten weiterhin auch mit marble-Träger züchten, denn die Resonanz auf diese Zeichnung unter Ausstellungsbesuchern oder einfach Freunde und Bekannte die uns besuchen und unsere tollen marbled Katzen sehen, gibt uns Recht:
Die Bengalen im
marbled-look sind wunderschöne Katzen!
* Sollten Sie eins der Königsgepardenfotos als Ihr mit
Copyright belegtes Bild erkennen, bitte kontaktieren Sie mich zwecks
Löschung oder Genehmigung. Leider war im Internet keine Info
darüber zu finden.
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